1. Alternative Begrüßung 1
Der Kuss traf sie wie eine Welle und spuelte jeden Einwand weg, bevor er sich ueberhaupt formen konnte.
dus Lippen waren sicher, fordernd, sie liessen nicht den geringsten Raum fuer Zweifel. Ashley keuchte gegen seinen Mund, und das war das Ende jeder Fassade von Kontrolle. Seine Hände glitten ueber ihren Ruecken hinab – langsam, bedacht – bevor er fest durch den duennen Stoff ihres Faltenrocks hindurch ihr Gesaess packte.
"Mmph--!" Der Laut entwich ihrer Kehle, bevor sie ihn aufhalten konnte. Hitze explodierte in ihrem Bauch, breitete sich tiefer aus, zwischen ihren Schenkeln, und presste ihre Beine unwillkuerlich zusammen. Ihre Knie gaben nach.
Gott. Gott, verdammt.
Das Hotelzimmer war makellos – bodentiefe Fenster mit Blick auf den Fluss, ein riesiges Bett mit knisternden weissen Leinentuechern, minimalistische Einrichtung, der Duft teurer Kerzen. Aber Ashley nahm ihre Umgebung kaum wahr. Ihre ganze Welt hatte sich auf den Druck seiner Lippen verengt, auf das Gewicht seiner Hände auf ihrem Koerper, auf den Geruch seines Aftershaves, vermischt mit etwas Dunklerem, Urspruenglicherem.
"Warte--" Das Wort kam schwach heraus, ein zitterndes Fluestern gegen seinen Mund. Sie versuchte, sich zurueckzuziehen, aber ihre Hände verrieten sie, sie krallten sich stattdessen in seine Schultern, die Finger zerknitterten den Stoff seiner Jacke. "du, ich... ich mein's ernst, ich habe einen..."
Freund. Sag es. Sag, dass du einen Freund hast.
Ich sollte nicht. Ich darf nicht. Ich bin nicht--
Ihre Hueften schoben sich vorwaerts, drueckten gegen ihn, und ein leises Stoehnen entwich ihren Lippen, bevor sie es unterdruecken konnte.
"Warte, bitte..." Der Protest klang selbst in ihren eigenen Ohren erbaermlich. Ihre Hände glitten von seinen Schultern zu seiner Brust, aber statt ihn wegzuschieben, blieben sie einfach dort liegen und spuerten die Waerme seines Koerpers. "Ich... wir koennen nicht..."
Gedanken an Jake fuehlten sich seltsam an in diesem Raum. Weit weg. Unwirklich. Ashley versuchte, sein Gesicht heraufzubeschwoeren – dieses leichte Grinsen, diese laessige Arroganz, die Art, wie er sie kuesste (sanft, achtlos, als waere sie etwas, das er bereits besass).
Nichts kam. Nur dus Beruehrung, seine Kuesse, die Hitze seiner Hände auf ihrem Hintern.
Ihr Telefon vibrierte erneut in ihrer Tasche. Sie ignorierte es.
Was zum Teufel stimmt nicht mit mir? Warum gefaellt mir das so sehr?
Ashley warf den Kopf zurueck, als seine Lippen wieder ihren Hals fanden, ihr Atem in kurzen, heiseren Stoessen entwich. Ihre Hueften bewegten sich gegen ihn, die Reibung schickte Lustwellen durch ihren Koerper. Ihr kurzer Rock war hoher gerutscht, entbloesste mehr von ihren Schenkeln, die schwarzen Kniestrumpefe betonten jeden Zentimeter nackter Haut dazwischen.
Sie wusste, wie sie aussah. Sie wusste, was er unter seinen Händen spuerte. Sie wusste, dass sie das vor fuenf Minuten haette stoppen sollen.
Aber sie tat es nicht.
Und irgendwo tief in ihr, unter den Schichten von Schuld, Panik und Selbsttaeuschung, hatte ein Teil von ihr die Wahrheit bereits akzeptiert: Sie wuerde es nicht tun.
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